Bürgerversammlung  zeigt breite Zustimmung – Diskussion geht in nächste Phase

Wie kann der Marktplatz in Wenden wieder stärker als zentraler Treffpunkt genutzt werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Unabhängige Wählergemeinschaft Wenden (UWG Wenden) gemeinsam mit dem Ortsvorsteher der Ortschaft Wenden, Stefan Luke, bereits seit mehreren Wochen. Ein möglicher Wochenmarkt ist dabei ein zentraler Bestandteil der Diskussion.

Der Impuls zu diesem Thema entstand im Rahmen eines Antrittsbesuchs von UWG-Vorsitzendem und Fraktionsvorsitzendem im Rat der Gemeinde Wenden, Thorsten Scheen, beim neuen Ortsvorsteher. In diesem Gespräch machte Stefan Luke deutlich, dass ihm die Gestaltung und Wiederbelebung des Marktplatzes als Ort der Begegnung besonders am Herzen liegt. Aus einem kurzen Gedankenaustausch entwickelte sich schließlich die grundlegende Frage, warum auf einem Marktplatz seit Jahrzehnten kein Markt mehr stattfindet.

Marktplatz mit Geschichte – bislang wenig genutzt

Der Marktplatz in Wenden wird heute – abgesehen von der „Wendschen Kämetze“ und dem Schützenfest – nur selten offiziell genutzt. Dabei wurde der Platz Mitte der 1980er Jahre mit erheblichem finanziellem Aufwand neu gestaltet. Ein regelmäßiger Markt findet dort jedoch seitdem nicht mehr statt.

Vor diesem Hintergrund entschieden sich die Initiatoren bewusst gegen einen fertigen Vorschlag und für einen offenen Dialog. Über Social Media wurde die Bevölkerung gefragt, wie sie grundsätzlich zu einem Wochenmarkt auf dem Marktplatz steht. Ziel war es ausdrücklich, ein Meinungsbild einzuholen und eine sachliche Diskussion anzustoßen – nicht, ein Versprechen abzugeben.

Bürgerversammlung bestätigt positives Stimmungsbild

Ein wichtiger Meilenstein in dieser Diskussion war die Bürgerversammlung am Donnerstag, 26. Februar 2026, die im Hotel Restaurant Zeppenfeld stattfand. Dort wurde die Idee eines Wochenmarktes von den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern auf breiter Ebene ausdrücklich gutgeheißen.

Zwar wurden auch kritische Punkte angesprochen – insbesondere die mögliche Konkurrenz zum bestehenden Einzelhandel sowie die Frage, ob sich ausreichend Marktbeschicker finden lassen. Diese Einwände konnten jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die große Mehrheit der Anwesenden einem Wochenmarkt sehr positiv gegenübersteht.

Auch Bürgermeister Bernd Clemens äußerte in der Bürgerversammlung entsprechende Bedenken hinsichtlich der Verfügbarkeit von Händlerinnen und Händlern. Gleichzeitig machte er jedoch deutlich, dass er einen Wochenmarkt grundsätzlich befürwortet. Er sicherte sowohl seine persönliche Unterstützung als auch die Unterstützung der Gemeindeverwaltung zu. Um die Attraktivität für potenzielle Marktbeschicker zu erhöhen, stellte er sogar in Aussicht, auf die Erhebung einer Standgebühr verzichten zu wollen.

Zuspruch als Rückenwind für weitere Gespräche

Der Vorsitzende der UWG Wenden, Thorsten Scheen, zeigte sich erfreut über die breite Zustimmung aus der Bürgerschaft sowie über die klaren Signale des Bürgermeisters. Die Bürgerversammlung habe gezeigt, dass es nicht nur eine digitale Zustimmung, sondern ein echtes Interesse und eine Bereitschaft zur weiteren Diskussion gibt.

Wie geht es weiter?

Für die UWG Wenden steht fest: Die positiven Rückmeldungen aus der Bürgerversammlung sind ein wichtiger Schritt – sie ersetzen jedoch nicht die notwendige weitere Prüfung. Ein Wochenmarkt lebt nicht nur vom Angebot, sondern auch von regelmäßiger Nachfrage. Händler benötigen Kundschaft, und ein Markt kann nur funktionieren, wenn er von den Bürgerinnen und Bürgern dauerhaft angenommen wird.

Nach dem positiven Votum der Bürgerversammlung stehen nun weitere Gespräche unter Beteiligung aller relevanten Player an: Lokalpolitik, Verwaltung, möglicher Marktbeschicker, der lokale Einzelhandel sowie die Bürgerschaft selbst. Ziel ist es, gemeinsam zu prüfen, ob und in welcher Form ein Wochenmarkt in Wenden realistisch, sinnvoll und langfristig tragfähig umgesetzt werden kann.

Die UWG Wenden wird diesen Prozess weiterhin offen, transparent und ergebnisoffen begleiten.